Artenschutz durch Rinderbeweidung!
„Borstgrasrasen“ sind ungedüngte Grünlandbereiche im Fichtelgebirge, die nicht intensiv bewirtschaftet werden. Sie sind durch das Vorkommen der sehr harten Grasart des Borstgrases gekennzeichnet. Andere typische Pflanzenarten sind die Bärwurz (deshalb oft auch Bärwurzwiesen genannt) oder die Arnika. Manche Borstgrasrasen des Fichtelgebirges sind bereits im frühen Mittelalter nach ausgedehnten Waldrodungen entstanden. Sie wurden zunächst beweidet, später auch gemäht. Jetzt weiden hier schottische Hochlandrinder, die mit kargem Futter gut zurecht-kommen und keine zusätzliche Nahrung brauchen. Sie wachsen langsam und haben deshalb eine sehr gute Fleischqualität.

Viele Insekten haben sich mit der Beweidung ausgebreitet. Bei Mähwiesen wird alles auf einmal abgeräumt. Beweidete Flächen bieten Überwinterungsraum für Puppen und Insekten.
Beweidung fördert Artenreichtum!

