Pingen – Eisenerzschürfgruben

Mulden und Löcher im Wald, sogenannte „Pingen“

sind die sichtbaren Reste alter Schürfgruben und eingegangener Schächte. Sie bilden ein riesiges Pingenfeld. Die Pingenzüge verlaufen von Süd-Ost nach Nord-West.

Schon im 13. Jahrhundert war der Bergbau im Fichtelgebirge von großer wirtschaftlicher Bedeutung und weit über die Region hinaus bekannt.

Bergleute aus Norditalien, sogenannte „Walen“ oder „Venediger“, gehörten zu den ersten, die hier nach Metallen und Mineralien suchten.

Überwiegend wurden Eisenerze gefördert. An manchen Stellen lohnte sich auch der Zinn- oder Goldabbau.

Der Eisenerzabbau erfolgte zuerst im Tagebau in kleinen offenen Gruben von nur wenigen Metern Tiefe. Später ging man teilweise zum Untertagebau über. Mit Sitzhacke, Hammer („Schlägel“) und Meißel schlugen die Bergarbeiter das Eisenerz heraus, das im Gestein in Gängen und Spalten eingeschlossen war.


Deutlich weisen die Pingen auf den ehemaligen Bergbau am Eisenberg hin.