Die zweistöckige Mühle

Foto um das Jahr 1900

Aufgrund des starken Gefälles war es möglich, zwei Mühlen an dieser Talaufweitung anzulegen. Die obere Mühle leitete ihr Wasser 400 Meter oberhalb aus der Steinach aus. Somit konnte das Wasser zweimal genutzt werden. In der Hammermühle trieb ein im Durchmesser 4 Meter großes oberschlächtiges Wasserrad das Mahlwerk an. Damit wurde Getreide gemahlen und Strom zu Eigengebrauch hergestellt. Im Vahwerk („Vah“ kommt vom Vater = Ursprung) wurde mit zwei Wasserrädern ein Hammerwerk zur Eisenverarbeitung betrieben. In unmittelbarer Nähe befand sich auch ein Hochofen. Später wurde dort Holz verarbeitet und zuletzt Strom erzeugt. In der Bildmitte die Hammermühle, darunter das Vahwerk mit Stauweiher, jeweils mit einem roten Punkt gekennzeichnet.

Im Vordergrund (ebenfalls mit rotem Punkt) die „Alt Mühl“. Hier erkennt man den Mühlkanal und einen Stauweiher. Es ist nicht nachweisbar, aber laut mündlicher Überlieferung soll auch die „Alt Mühl“, wie das Anwesen noch heute genannt wird, die Wasserkraft genutzt haben.

Rechts fließt die Steinach. Im oberen Bilddrittel ist ebenfalls ein Weiher zu sehen, der vom Winkelwiesenbach gespeist wurde. Die Quelle entspringt in Vordergeiersberg und fließt am Höllfelsen hinab in die Steinach.